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Vilcabamba

Geschichte Vilcabambas      

Vilcabamba war die letzte Bastion des Widerstandes der Inkas gegen die spanische Kolonialherrschaft. 1556 fluechtete der letzte Inka, Manco Inca, fuer 4 Jahre in dieses Tal und errichtete dort eine fue die naechsten vier Jahrzehnte uneinnehmbare Festung.

Nach dieser Widerstandsperiode blieb das Gebiet bis auf wenige weit verstreute, kleine Siedlungen Jahrhunderte lang fast unbewohnt. Der geringe Besiedlungsgrad war vor allem der geographischen Lage geschuldet, die eine Besiedlung des Gebiets erheblich erschwerte. Dadurch blieben die Spuren des Inkaimperiums weitestgehend erhalten.

In den letzten hundert Jahren besiedelten Abenteurer aus anderen Regionen  Perus die Gegend. Motivation dafür waren die Edelmetall- und Mineralaufkommen.

Die Nachkommen dieser Abenteurer und der vorherigen Einwohner bilden die aktuelle Bevoelkerung des Bezirks. Sie sind die Erben der majestaetischen und eindrucksvollen Landschaft, die reich an archäologischen Spuren der letzten Inka Dynastie und vorzeitigen Kulturen ist.

Die aktuelle Bevölkerung Vilcabambas ist sehr heterogen. Es ueberwiegt allerdings die indigene Bevoelkerung .

 

Geographische Lage                     

 Vilcabamba befindet sich in Peru in der Region Cusco in der Provonz „La Convencion“. Diese liegt noerdlich der Stadt Cusco, der Hauptstadt des ehemaligen Inca Imperiums.

Dieser Distrikt ist der zweit groesste in Peru und in 4 Senken aufgeteilt, die zwischen 800 bis 5600 ueber dem Meeresspiegel liegen. Die Gegend ist dadurch geprägt von unterschiedlichen Klimazonen mit wilder Flora und Fauna, die man sonst nur im Amazonasgebiet findet. Diese reiche und vielfaelltige Pflanzenwelt erstreckt sich von 2000 m ueber dem Meeresspiegel bis zu den eiskalten schneebedeckten Bergen, welche die Schoenheit dieser Landschaften kroenen.

Die Landschaft beheimatet viele Spezien, die zum Teil vom Aussterben bedroht  sind wie der Anden Baer (Tremados ornatos), Gollito de las rocas o Tunqui (Rupiola peruviana), Colibro Gigante (Palagona gigas), Gigant Himmingbird, der zugleich auch das Simbol Vilcabambas darstellt, die grosse Anden Orchidee Waqanki (Masdevaka vitchiana), der Chachacomobaum, die grosste Blume der Welt Pulla de Raimondi und viele Spezien mehr.

 

Lebensbedingungen der Bevoelkerung    

 Entsprechend nationaler Umfragen (ENAHO IV-2001)  befindet sich der Distrikt Vilcabamba in einem Gebiet deren Bevoelkerung extrem arm ist. In der flachen Zone (Selva) aber auch in der hohen (Sierra) leben fast 98% der Bevoelkerung in unzureichenden Lebensverhaeltnissen. Ihnen fehlt es an der Basisversorgung fuer ein wuerdevolles menschliches Leben.

15% der arbeitenden Bevoelkerung befindet sich in Unterbeschaeftigung, der Rest gute 9% betreiben Landwirtschaft. Sie bewirtschaften kleine Parzellen. Die restlichen betreiben Geschaefte und informelle Arbeiten.

Zwischen 1993 und 2000 stieg die Teilnahme der Frauen im Arbeitsleben von 5 auf 11%, aber diese befinden sich immer in Unterbeschaeftigung.

Die Prozentzahl der REA verkleinert sich auch mit den Jahren, wegen der konstanten Migration, der klimatischen Vielfalt, den politischen Anstrengungen und anderen Faktoren.

 

Erziehung, Ausbildung               

Die schulische Ausbildung ist staatlich und beinhaltet Vorschule, Primaria und Sekunda.

Viele Kinder bleiben den Schulen aber oft gänzlich fern, da meist grosse Distanzen zwischen der Schule und den Wohnungen der Kinder liegen, die fuer diese eine Wanderung von 2-4 Stunden  taeglich bedeutet.

Ein weiteres Problem ist das Fehlen der Lehrkraefte, welche auf die niedrige Entlohnung, die Abgelegenheit der Zentren, die Korruption der Rektoren sowie die unzureichende Infrastruktur der Schulen und andere Faktoren zurueckzufuehren ist.

Die Ausbildung einer zweisprachigen Bevoelkerung (Spanisch und Quechua) muesste auch zweisprachig erfolgen, doch dies ist in Vilcabamba nicht der Fall.

Dies ist ein weiterer Grund weswegen die Kinder das Interesse am Lernen verlieren, was sich in deren Abwesenheit widerspiegelt.

 

Gesundheit in Vilcabamba        

 In dem grossen Gebiet Vilcabambas befinden sich 9 Aussenposten und ein Gesundheitszentrum, was eine unzureichende Anzahl ist und dringend Verbesserung benoetigt.

Die Personen die in diesen Zentren arbeiten sind exzellente Gesundheitsdienstleister und das Arbeitsklima ist bruederlich. Man findet 1 Profesionellen (Krankenschwestern, Geburtshelfer und Aerzte) und 15 technische Assistenen fuer aktuell 17 000 Einwohner.

Gehaeuft finden sich durchfallartige Krankheiten, die auf das Fehlen von grundlegenden Sanitaetsanlagen zurueckzufuehren sind, aber auch viele parasitaere Erkrankungen die sich in Tropischen  Zonen auffinden lassen. Diese vermindern die Produktivität und oekonomische Aktivitaet der Bevoelkerung.

Der Kinds- und  Muttertod ist bis heute noch eine der groessten Geiseln dieser Bevoelkerung.

Viele dieser Faelle haben verschiedenste Gründe. Einer von Ihnen sind die kulturelle Angewohnheiten und der veraltete Glauben, welcher oft das Leben der indigenen Bevoelkerung gefaehrdet.

Die entscheidenen Faktoren sind aber vor allem die mangelhafte Ausstattung der Gesundheitszentren, welche meist weit entfernt sind. Die mangelhaften Kommunikationsmoeglochkeiten und das Fehlen von Fahrzeugen fuer Notfaelle.

Paradoxerweise hierzu wird Vilcabamba fuer einen Bezirk mit grossen gesundheitlichen Risikos gehalten.

  

Oekologie und Umwelt              

 Vilcabamba ist ein durch große geographische Vielfalt priviligiertes Gebiet, das aus verschiedenen hoehenunterschiedlichen Landschaften und Ökosystemen besteht.

Von den heissen bis zu den eiskalten Zonen beherbergt es eine Vielzahl von verschiedenen Arten.

Wie weltweit wird auch dieses wunderschoenes Oekosystem durch den Menschen gefaehrdet. Gruende sind die menschliche Ignoranz, aber auch die fehlende Umweltpolitik.

Eine wahrlose Abholzung der Waelder, ohne sinnvolle Planung der Wiederaufforstung, bedroht unsere Umwelt. Die Verwirtschaftung des Holzes benoetigt eine grosse Menge an Kraftstoff, der Gesundheitschaeden in der Bevoelkerung bedingt.

Weitere Umweltbedrohungen sind die Kontamination der Fluesse durch die fehlende oekologische Erziehung, die Jagd auf aussterbende Tiere und noch vieles mehr.

RESERVACIONES
Email:
reservas@lazossolidarios.com
         lazossolidarios@hotmail.com
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Dirección: Ur Santa Ursula I-17 Wanchaq
Telefóno: 0051-984-343585
Cusco - Perú