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Bevor ich in Vilcabamba ankam, hatte ich keine
Vorstellung von diesem Ort der Erde. Ich wollte einfach eine
andere Realität der Gesundheitsversorgung kennen lernen und
natürlich auch des Lebens. Außerdem hatte ich gerade das
Physikum bestanden und wollte nun mein erlerntes Wissen der
letzten 2 ein halb Jahre in die Praxis umsetzen.
Zuerst dachte ich jetzt bin ich wirklich in der
hintersten Ecke der Welt angekommen. Doch ziemlich schnell
gewann ich diesen Ort und die dort lebenden Personen sehr lieb.
Alle haben mich sehr schnell und liebevoll aufgenommen.
Natürlich war nicht alles schön, aber das liegt
an der Situation der Menschen. Vilcabamba ist sehr arm und ich
hatte viele Probleme damit und mit meinen Gedanken.
Warum gilt für mich ein ganz anderer
Lebensstandard nur weil ich in einem anderen Teil der Erde
geboren wurde? Und viele solcher Gedanken mehr ...
Aber ich bemerkte auch wie ich mit wenig Mitteln
helfen konnte und das mich die Arbeit sehr erfüllte. Weiter habe
ich sehr viel durch meine Arbeit gelernt, vor allem auch
menschlich.
Ich hoffe das ich bald wieder an diesen Ort
zurückkehren kann um mehr zu helfen, wenn ich mein Studium
beendet habe.
Zum Schluss kann ich nur jedem raten diese
Erfahrungen auch zu erleben. Ich werde sie nie vergessen!
Veronica Völker